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Wie kann die Dorn-Methode mit weniger Druck gelingen?                                              

 

Neunter Deutscher Wirbelsäulen-Kongress der Dornmethode

 

Workshop DORN-Kongress 10 / 2013  Kongressbericht

Ein Einblick in die Modifizierte Dorn-Methode ohne Druckaufwand.                                               

Ein Weg zur Druckreduzierung ist es, die Ganzkörperkoordination des Dorn-Anwenders zu

verfeinern. Für den Patienten bietet sich die Möglichkeit durch eine spezielle

Aufmerksamkeitslenkung mitzuwirken und somit die Behandlung fast schmerzfrei gestalten zu können.

 

Die Modifizierte Dorn-Methode entstand 1996 und hat sich seitdem stetig weiterentwickelt. Gelernt habe ich die Dorn-Methode ganz klassisch bei Helmuth Koch und Dieter Dorn.

Nach erfolgreichen Anwendungen begann ich mir die Frage zu stellen, ob das Einordnen der Wirbel und der Beckenknochen nicht mit weniger Druck möglich wäre.

Von dem Arzt und Kampfkunstmeister Hanns von Rolbeck erhielt ich einen Hinweis.

Das war der Startschuß für eine Reihe von Eigenentwicklungen die bis heute nicht abgeschlossen ist.

Dieter Dorn hat in seinem Vortrag beim Dorn-Kongress 2009 die Modifizierte

Dorn-Methode sehr positiv kommentiert.

Mir geht es um Verfeinerung bei gleichzeitiger Wirkungssteigerung.

Außerdem soll die geschaffene Ordnung solange wie möglich bestehen bleiben.

Die Entwicklung ist hier auf bestem Wege.

Über das Thema Stabilisierung des Dorn-Behandlungserfolges habe ich auf dem letzten Dorn-Kongress ausführlich referiert. Wir kommen im Laufe des Workshops noch einmal praktisch darauf zurück.

Chronische Rückenschmerzen bedeuten häufig einen verhängnisvollen Kreislauf aus

verkrampfter Muskulatur, verdrehten Wirbeln und Höhenminderung der Bandscheiben.

Es hat sich bewährt erst einmal die Beinlänge über das Hüftgelenk und Kreuzbein-Darmbeingelenk zu korrigieren.

Sodann wird eine Muskelspannungslösung und Entlastung der Bandscheiben angestrebt.

Hier hat sich die Breuss-Massage bestens bewährt.

So wird häufig ein Teil des Druckes von den aus der Wirbelsäule austretenden Spinalnerven genommen. Damit ist dann erst einmal die Schmerzabwärtsspirale gestoppt.

Jetzt kann es an das Ordnen der Wirbel gehen.

 

Hier gilt es nun bestimmte Körpermechanismen etwas näher zu beleuchten.

Ab einer bestimmten Berührungsstärke steigt die eigene Muskelspannung an.

Wenn die Aufmerksamkeit in einer speziellen Weise gelenkt wird, baut sich weniger Spannung in beiden Körpern auf.

 

Der Zweck dieser Herangehensweise ist Ablenkung von dem Spannungsmechanismus des Nervensystems.

 

Hierzu praktische Demo

 

Ki-Übungen werden eingesetzt, um den Körper ganzheitlich zu synchronisieren und einsatzfähig zu machen für die Anwendung der Dorn-Methode ohne Druckaufwand.

Ki-Übungen bewirken in Sekundenschnelle eine unmittelbare Durchflutung des Körpers mit Lebenskraft. Wahrlich ein Sekunden-Qi-Gong!

Diese Kraft steht dem Dornanwender zum Behandeln zur Verfügung.

Der Dorn-Therapeut kann sich leichter vom Druck-Spannungsmodus lösen.

 

Praktische Übungen:  Ki-Übungen

 

Auch für die Personengruppe der Hochsensiblen, kurz HSP genannt, sind Ki-Übungen und die Dorn-Methode interessant. Hochsensible Menschen sind möglicherweise besonders lärmempfindlich, besonders stressanfällig, die Leistungsgrenze ist schnell erreicht und Regeneration ist notwendig.

 

Gründe können eine Veranlagung sein, traumatische Erlebnisse und Unfälle.

Eine Basisanwendung bietet hier die Dorn-Methode. Wenn die Halswirbelsäule

nicht gut geordnet ist, kann es zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen kommen

und der Energiefluß des ganzen Körpers ist gestört.

Wenn das Becken und die Beinlänge nicht symmetrisch geordnet sind, ist eine

mangelnde Erdung gegeben. Durch unsere einfache, aber wirkungsvolle Ordnungstherapie können wir somit häufig die Belastbarkeit erhöhen und die Gelassenheit gegenüber Außeneinflüssen kann steigen.

 

Jetzt kommen wir zur angestrebten Verfeinerung der Dorn-Methode mit Ki:

von der großen Bewegung zur kaum sichtbaren Bewegung des Wirbelordnens.

 

Praktische Übungen:

-der stabile und bewegliche Arm bei muskulärem Widerstand des Übungspartners

-Belastbarkeit und Beweglichkeit der Faust und des Daumens bei Widerstand

-Mechanismen des Auflagedrucks

 

Ein Abschmelzen der Muskelspannung in Sekundenschnelle ist auf diese Weise möglich.

Der erste Kontakt ist entscheidend. Wenn sich zu viel Spannung in der Hand aufbaut, geht man wieder aus dem Gewebe heraus. Der Bodenkontakt ist wichtig.

 

Wo ist die Aufmerksamkeit?

 

Die Haltung des Patienten im Stehen und Sitzen.

Auch hier hat Spannungsminderung oberste Priorität. Ein guter Schlüssel hierzu ist die Gewichtsverteilung des Patienten.

(Gewicht über die Füsse in den Boden, Arme nicht zum Abstützen,

im Sitzen Füsse mit Bodenkontakt, Stirn auf individuell angepaßter Stirnstütze)

 

Ausführung der Modifizierten Dorn-Methode:

 

Voraussetzung ist, daß der Behandler selbst gut geordnet ist.

Desweiteren sind Spürfähigkeit und kaum Druck für die Ausführung erforderlich.

Ein guter flächiger Bodenkontakt und die richtige Fußstellung sind hilfreich.

 

Haltungsdetails sind wichtig. Hängt der Kopft zu weit nach vorne? Nackenspannung?

Fußstellung?

 

Im 2 tägigen Seminar wird eine solide Körpergrundlage und Anwendungsfähigkeit geschaffen. Termine sind bei www.dornfinder.org oder auf meiner Homepage        www.ruecken-info.de einsehbar.

 

Mittels Aufmerksamkeitslenkung wird der Körper als ein räumliches Phänomen entschlüsselt und einsetzbar gemacht.

 

Durch Aufmerksamkeitslenkung wird die Wirkung initiiert, aber dann kommt der Moment des Loslassens und es darf geschehen wie ein Geschenk!

Also ein kurzer meditativer Aspekt wirkt mit.

 

Mitwirkungsmöglichkeit des Patienten:

Durch diese Erfahrung erhält der Patient den Schlüssel zu einem Potential, das sonst im Verborgenen schlummert. Durch Aufmerksamkeitssteuerung kann er eine Veränderung im eigenen Körper bewirken und kann diese räumliche Körpererfahrung

mittels weiterer Anleitung auch selbst einsetzen.

 

Anwendungsmöglichkeiten gibt es auch bei handwerklicher Arbeit, etc.

 

Die Selbstheilungs- und Ordnungskraft wird fühlbar und einsetzbar gemacht für den Therapeuten und den Patienten.

 

Aspekte welche die Wirkung verhindern: zu viel Willenseinsatz und der Zweifel.

 

Nicht forcierter Wille sondern eine neutrale Berührung findet statt.

Zuviel Wollen verhindert das mögliche gute Ergebnis.

 

Hierzu praktische Demo

 

Also etwas mehr Beiläufigkeit ist hier dienlich.

 

Zweifel verhindert oder beeinträchtigt den Erfolg. Vor allem bei so einer feinen Herangehensweise. Die Aufmerksamkeit ist beim Tun nicht beim Denken!

Therapeutische Disziplin, Konzentrationsfähigkeit und das Loslassenkönnen

eröffnen hier ungeahnte Möglichkeiten.

Es ist schon passiert

 

Hierzu praktische Demo

 

Für die Stabilität des Behandlers ist es wichtig bei sich zu bleiben.

 

Manchmal reagiert der Wirbel nicht sofort, sondern einige Tage später und der Hauptschmerz ist dann auch weg.

 

Praktische Demo: Wirbel ordnen ohne Druckaufwand

 

Stabilisierung des Behandlungserfolges mittels Körperstabilisierung mit Ki

Festigkeit wie die stabile Außenhülle eines Wassertanks.

Es wird so geschoben als ob der Körper schon stabil wäre.

Alle Körperebenen werden aufeinander abgestimmt, daß die neu hergestellte

Wirbelsäulen- und Beckenordnung erhalten bleibt.

Es kommt zu wesentlich weniger Rückfällen.

Zudem wird ein Selbstordnungsimpuls freigesetzt.

 

Man kann also von einer therapeutische Sekundenanwendung sprechen.

Stabilisierung des Dorn-Behandlungserfolgs mit Ki (jap.) - Lebensenergie

 
 Achter Wirbelsäulenkongress der DORN-Methode 10/2011
Vortrag

 

Oberstes Ziel der Dorn-Methode ist es, den Menschen wieder ins Lot zu bringen.

 

Dies wird im Wesentlichen durch das Ordnen der Wirbelsäule, des Beckens und der Beingelenke erreicht. Natürlich hat das auch eine günstige psychologische Wirkung.

Wenn die Lebenskraft freier fließt, sind auch die Gedanken und Gefühle freier.

Hilfreich für das im Lot sein ist eine Orientierung nach oben.

Dies ist in der Natur leicht umzusetzen. So können wir uns einen weiten Blick gönnen, indem wir an einem mächtig hohen Baum entlang nach oben schauen.

Eine Buche oder Tanne ist natürlich häufiger zu finden als eine Eiche. Jeder Baum hat seine eigenen Qualitäten. Auch was die Festigkeit und Stabilität anbelangt.

Der ausgesuchte Baum ist nun unsere Verbindung in die unendliche Weite des Himmels.

Möglicherweise spüren wir schon beim ersten Hochschauen, dass unsere Halswirbelsäule blockiert ist eine an sich natürliche Bewegung unangenehm ist.

Bereits hier zeigt sich ein Handlungsbedarf .

Der Blick ist heutzutage bedingt durch die Bildschirm und Büroarbeit meist schräg nach unten oder bestenfalls horizontal ausgerichtet. Auch andere Arbeiten an Maschinen oder im Haushalt  werden vor dem Körper eher nach unten ausgeführt.

Das erzeugt eine bestimmte Muskelbelastung. Als wirksame Faktoren sind hier die Körpergewichte, die Schwerkraft und die ungefähre vertikale Körperausrichtung zu sehen.

Es fehlt also weitestgehend eine Orientierung nach oben.

Das ist leicht zu ändern, indem wir die Aufmerksamkeit in kurzen Orientierungsphasen bewusst nach oben lenken. In geschlossenen Räumen können wir unseren Blick an die Decke richten und versuchen etwas Interessantes daran zu entdecken. So können wir wie durch ein Fernglas die Struktur unter die Lupe nehmen.

Natürlich ist dabei der Bodenkontakt nicht zu vergessen. Wir wissen ja mittlerweile, dass das Beine übereinander falten nicht so förderlich ist.

Viel besser ist es mit beiden Fußsohlen den Bodenkontakt flächig zu spüren.

Als nächstes spüren wir den Kontakt unseres Allerwertesten mit der Stuhlfläche.

Jetzt kann sich der Blick nach oben richten, wobei eine leicht schaukelnde Längungsbewegung stattfinden kann.

Eine weitere Möglichkeit : Körpergewicht in die weiche Sitzfläche hinein sinken lassen und sich von der Sitzfläche wie von einem Trampolin nach oben werfen zu lassen. Da wir dabei sitzen bleiben führt das zu einer für den Körper leicht auszuführenden Aufrichtungsbewegung des Beckens, des Oberkörpers und des Kopfes.

Wenn wir den Ablauf in einer spiraligen Bewegung ausführen, akzeptiert es der Körper sehr leicht.

Diese Art der Übung ist wie eine Erinnerung an einen Referenzzustand.

Der ganze Körper und der ganze Mensch muß immer wieder daran erinnert werden:

Was heißt Orientierung nach oben? Wie fühlt sich Im Lot Sein an?

 

Der Schlendrian, die Erdanziehungskraft und die Belastungen des Umfeldes sind allgegenwärtig und tun ihre Wirkung. Da hilft langfristig nur ein bewusst aufrichtendes T-u-n, immer wieder.

50 Prozent der Wirkung bei dieser Art der Übung beruht auf dem bewußten Einsatz der Körperaufmerksamkeit.

Die Körperenergie folgt der gelenkten Aufmerksamkeit:

      - von den Füßen in die Haarspitzen und darüber hinaus

      - nach oben.

So werden festgehaltene Lebenskräfte in Bewegung gesetzt.

Das kann mit einer leichten, spiraligen Bewegung der Arme nach oben verbunden werden                   wie eine Flamme                                                                                    

Die Aufmerksamkeit bzw. Körperenergie wird fließend im Körper verteilt

- aufwärts statt immer nur abwärts im mehrdeutigen Sinne.

Im Stehen findet der gleiche Vorgang statt.

Diese Herangehensweise erzeugt eine sehr leichte, effiziente, ausgleichende Übungsqualität.

Wenn es Schwierigkeiten im Nackenbereich gibt, haben wir die Möglichkeit,  eigenständig initiativ zu werden indem wir eine Hand in den Nacken legen.

Die Hand wird flauschig weich angelegt und beeinflusst allein schon durch diese Art der Berührung die darunter liegenden verspannten Gewebeschichten.

Dann findet wieder eine leichte, spiralige Bewegung nach oben statt.

Diesen Vorgang dehnen wir nicht aus sondern legen eine kurze Wahrnehmungspause ein, um dem Körper die Möglichkeit zu geben etwas neu zu ordnen. So werden neue Spielräume in den kleinen Wirbelgelenken kultiviert.

Diese leichte Art der Übung ist eine Aufmerksamkeitsschulung. Es ist eine einfache, dennoch tiefgründige Herangehensweise.

So kann allein durch das daran Denken der Übungsablauf wieder gestartet werden.

Insofern hat das Ähnlichkeit mit den Abläufen am Computer.

Eine abgespeicherte Datei wird angeklickt und der Inhalt erscheint auf dem Bildschirm. Wenn nach einer Eingewöhnungszeit genügend Aufgeschlossenheit und Übung vorhanden sind, taucht die Übung von selbst auf. Um in der Computersprache zu bleiben, ist es wie ein erwünschtes Pop-up. So stellt sich der erwünschte Referenzzustand, das aufgerichtete Im Lot-Sein von selbst her.

Die Körperenergie, japanisch Ki, folgt zu einem gewissen Teil der Aufmerksamkeit.

Wenn die Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes gerichtet ist, folgt ein Teil der Körperenergie dort hin. Diese flexible Körperenergie kann zur Selbstheilung eingesetzt werden oder um anderen zu helfen.

Die Aufmerksamkeit kann neutral wahrnehmend sein oder sie kann gefärbt sein, das heißt mit einer Eigenschaft erfüllt, z.B. Festigkeit und Stabilität.

Vorher haben wir unsere Aufmerksamkeit mit Beweglichkeit und Aufrichtung gefärbt.

Jetzt ist Festigkeit und Stabilität die erwünschte Eigenschaft oder Färbung.

Die gefärbte Aufmerksamkeitslenkung ist somit Bindeglied und Schlüsseltechnik zu Lenkung der Lebensenergie Ki und effektiver körperlicher Stabilisierung.

 

Eine häufige Frage bei der Dorn-Behandlung bezieht sich auf das Andauern des Behandlungserfolgs, mit anderen Worten : Bleibt die hergestellte Wirbelordnung bestehen?

Dies hängt unter anderem auch von bestimmten körperlichen Gegebenheiten ab,

als  da sind: Degeneration der kleinen Wirbelgelenke, muskuläre Dauerfehlspannungen und energetische Schwächemuster.

Um die unausgewogenen Körperspannungen zu lösen, beginne ich bei mir in der

Praxis meist vorher mit einer Breuss-Massage oder mit TRAGER®-Körperarbeit.

Danach wird das Skelett mit der Dorn-Methode geordnet. Hierbei setze  ich seit 1996 eine von mir verfeinerte Herangehensweise ein, die ohne Druck und Schwung auskommt                                        die von mir entwickelte Modifizierte Dorn-Methode ohne Druck.                                                              Bei ihr wird mit gelenkter, gefärbter Aufmerksamkeit gearbeitet.

Nach der Behandlung gibt es meist eine Phase der körperlichen Unsicherheit.

Die Wirbelsäule ist gut geordnet, aber der Körper hängt noch an seinen Fehlstatikgewohnheiten.   Sehr dienlich ist es klar zu sagen, dass nicht nach dem vorher bestehenden Zustand gesucht werden soll.                                                                                                                                                

Der jetzt bestehende Ordnungszustand soll beibehalten und gestärkt werden.

Die Phase der Unsicherheit und Neufindung wird nun durch die Körperstabilisierung mit Ki signifikant verkürzt.

Auch die energetischen Schwächemuster werden so angegangen.

Physikalisch betrachtet handelt es sich bei der Körperstabilisierung mit Ki um einen Zeitlupenimpuls, der den Körper diagonal in Richtung Boden durchquert.

Energetisch gesehen werden die feinen Strukturen des Körpers neu geordnet.

 

Stabilität hat auch mit dem Verhältnis des Körpers zum Boden zu tun.

Deshalb erfolgt die diagonale Druckaussteuerung zur Fußsohle.

Aktio ist gleich reaktio. Die Reaktion findet also auch diagonal in die Gegenrichtung nach oben statt.

Es ist der Bodendruck in der Fußsohle, der dies erzeugt. Druck erzeugt Gegendruck.

Bewegung erzeugt Gegenbewegung.

Je nach Art und Weise der Anwendung wird mehr Bewegung oder mehr Festigkeit hervorgerufen.  Man kann sich den Bewegungsvorgang auch in einem Bild vorstellen.

Der Boden ist ein Trampolin. Er bekommt Gewicht und wirft es wieder hinaus.

Minimal ausgeführt mit einer Streuwirkung wird die Bewegungsreaktion verkleinert.

An deren Stelle wird im Körper eine Festigkeitsinformation verankert. Die verschiedenen Körperebenen werden in eine Spannkraft gebracht.

Dies gilt für die großen Muskelgruppen wie auch die feinen Muskelschichten der inneren Organe und des Bindegewebes. Die Wirbel werden in ihrer geordneten Position bestärkt.

Im Körper ist nun das Empfinden von Stabilität und präziser Form präsent und eben nicht das Gefühl von Unsicherheit und Rückwärtsorientierung, diesem Suchen nach dem gewohnten  Zustand vor der Behandlung, bildlich gesprochen: schwups, ist alles wieder beim Alten! 

Diesen Mechanismus gilt es zu vermeiden.

Das Jetzt soll präsent sein.

 

Im Stehen kann der neue Zustand in einer leichten Schrittstellung verankert werden, da der Körper so schon natürlicherweise einen stabilen Bodenkontakt hat.

Übrigens auch eine bewährte Vorgehensweise nach einer Beckenknochenordnung !

Ein Tip zur Therapieunterstützung im Alltag: Die Beckenhälfte, die in der Dorn-Methode nach vorne geschoben wurdet, führt die Vorwärtsbewegung, vor allem bei wiederkehrenden Tätigkeiten.

Ergänzend ist hier auch zu erwähnen, dass die Kniegelenke im Stehen immer leicht gebeugt sein sollten. Das geht keineswegs auf Kosten der Festigkeit. Bei durchgedrückten Kniegelenken ist zu viel Spannung in den Beinen und im unteren Rücken.

 

Im Kopfbereich wird die Körperstabilisierung mit Ki sehr homöopathisch dosiert. Bei entsprechend entwickelter Wahrnehmung kann die Wirkung bis in die Brustwirbelsäule hinein gespürt werden. Die Halsmuskeln springen auch bei feiner Berührung sofort an. Die Spannkraft aller Muskeln                      -vor allem im Halsbereich, - wird aktiviert.

Der Körper ist wie ein Segelschiff. Das Knochenskelett ist der Hauptmast, Muskulatur, Sehnen und Bindegewebe sind die Taue. Diese Taue werden nun durch die Körperstabilisierung mit Ki klar ausgerichtet.

 

In der therapeutischen Anwendung gibt es verschiedene Möglichkeiten für den Patienten, die Wirkung zu steigern und etwas für sich zu lernen.

 

Stufe 1: Die Festigkeit wird vom Behandler erzeugt. Der Patient muss nichts tun.

Er spürt die Festigkeit. Oft wird auch eine Leichtigkeit wahrgenommen.

Dies ist scheinbar paradox. Aber bei dieser einfachen jedoch tiefgründigen Herangehensweise kann beides zusammen auftreten, möglicherweise eine Erfahrung für den Menschen, die er so noch nie verspürt hat.

 

Stufe 2: Die Aufmerksamkeit des Patienten wird vom Ort der therapeutischen Berührung weggelenkt, z.B. mit dem Bild der stabilen Außenhülle eines Wassertanks.

Lerneffekt für den Patienten: das Nervensystem kann beeinflußt werden, hier speziell die Druckrezeptoren. Der Patient lernt bei ganz konkretem Druck ein neues Verhaltenspotential kennen.

 

Stufe 3: Herausforderndes Schieben findet statt. Das ist allerdings nur ratsam wenn keine akuten Wirbelschwierigkeiten vorhanden sind und das Prinzip der Druckkompensation verstanden wurde.

Bei dieser  Anwendung soll der Körper als Ganzes bewegt werden.

Wird die Lebenskraft Ki korrekt angewendet, bleibt der Körper entweder stehen oder bewegt sich nur träge als Ganzes von der Stelle. Eine Verformung findet nicht statt.

 

Stufe 4: Übertragung auf mentale Drucksituationen

 

Auch im Sitzen ist auf einen guten Bodenkontakt der Füße mit dem Boden zu achten.                          Die Schubwirkung kommt natürlich hauptsächlich in der Sitzfläche an.

Dennoch wird auch in der Fußsohle eine Resonanz hervorgerufen.

Im Alltag ist das Beine übereinander schlagen möglichst zu vermeiden.

Dieter Dorn hat diese häufig zu beobachtende Fehlhaltung ja schon seit langem bekannt gemacht. Die Wirbelsäule ist dann verschraubt und die Energiebahnen sind abgeklemmt.

Patienten, die mit Telefonverkauf zu tun haben berichten mir, dass ihre Präsenz wesentlich besser ist, wenn ihre Haltung im Lot ist und beide Füße Bodenkontakt haben.

Alle von mir vorgetragenen Anregungen sind Anstöße, um förderliche Gewohnheiten zu etablieren. Dies wird jedoch nur von Erfolg gekrönt durch häufige bewusste Wiederholung.

 

Zur Anwendungstechnik:

 

Es wird so geschoben, als ob der Körper schon stabil wäre. Es ist sozusagen eine angewandte selbst erfüllende Prophezeiung. Der Körper wird nicht verschoben sondern in seiner festen Form bestärkt.

Der Impuls erfolgt diagonal durch den Körper, um die Statik zu unterstützen.

 

Die Anwendung im Liegen erfolgt ähnlich wie im Stehen, um die Ordnung der Beingelenke und des Kreuzbein-Darmbein-Gelenkes besser zu manifestieren.

 

Wenn der Körperraum auf diese Weise berührt wird, tritt eine mentale Ruhe ein.                              Der Mensch ist  b-e-i  sich. Gelassenheit taucht auf. Etwas weniger Turbulenzen finden im Körper und damit auch im Gehirn statt.

Das heißt nicht dass man nichts tut.

Sehr häufig entsteht ein räumlicher Sinneseindruck vom eigenen Körper.

Der Körper wird als Raum empfunden und nicht als eine Ansammlung von Balken.

Wenn die Wahrnehmung feiner wird, kann man eine harmonische Ganzkörperpulsation wahrnehmen.

Der Körperzustand und das Denken sind nicht in Hektik.

Angstgefühle werden minimiert. So ist auch ein kühleres und effizienteres Handeln möglich.

 

Durch die diagonale Schubwirkung in Richtung Fußsohlenkante wird das Körperverhältnis zum Boden intuitiv bewußt gemacht.

Hierbei ist es völlig ausreichend, wahrzunehmen wie sich der Boden anfühlt.

Die Wahrnehmungszentrale befindet sich im Gehirn, Fußsohlen am anderen Ende des Körpers.    Die dazwischen liegenden Nervenbahnen werden durch Gebrauch aktiviert.

 

Stabilität, Beweglichkeit und Leichtigkeit schließen sich nicht aus

 

Für Dorn-Behandler selbst bringt dieser bewusste Bodenkontakt und das Geordnetsein ein mehr an persönlicher Energie, die für die Heilung oder das eigene Wohlergehen eingesetzt werden kann. Gleichzeitig ist es so, dass bei gut geordneter Statik und Bodenkontakt nicht so viel Körperenergie gebraucht wird, um beim Patienten eine Veränderung zu erzielen.

                                                            

Durch die Körperstabilisierung mit Ki wird, homöopathisch dosiert, die Selbstordnungskraft im Körper aktiviert. Die verschiedenen Strukturen, Körperebenen und Mechanismen werden revitalisiert und auf den Weg zu einem geordneten Zusammenwirken gebracht.

Unmittelbar nach der Behandlung ist es sinnvoll Brustwirbelsäule und Halswirbelsäule im Sitzen zu stabilisieren, da hier durch das Sitzen schon mehr Festigkeit im Körper ist. Danach wird speziell noch mal die Lendenwirbelsäule und das Becken im Stehen stabilisiert.

 

Die Körperstabilisierung mit Ki ist eine Hilfe, um effizientes Bewegen im Alltag zu erreichen.          Was heißt das?

Aus psychologischer Sicht führt es zu einem Mehr-bei-sich-bleiben .

Gleichzeitig ist eine effiziente Handlungsfähigkeit gegeben.

Körperlich gesehen ist ein Gelenke schonenderes Bewegen möglich. Eine gute Verbindung zum Mittellot ermöglicht eine bessere vertikale Ausrichtung und gleichzeitig eine fließende Ganzkörperkoordination.

 

Nach einem Stabilisierungsimpuls kehrt die Lebenskraft immer zu ihrem Ausgangspunkt zurück.     Auf dem Weg dorthin ordnet sich der Mensch als Ganzes.

Die Gelenke begünstigen runde Bewegungen. Der therapeutische Impuls ist geradlinig und einfach. Die daraus resultierende Körperordnungsbewegung ist wellenförmig.

Das so Erlernte ist auch als Eigenanwendung durchführbar.

 

Es gibt Anwendungen für den gesamten Beckenbereich mit Kreuzbein-Darmbein Gelenk und Hüftgelenk, Schultergürtel und Brustbereich, sowie Kopfbereich und Halswirbelsäule.

 

Variante 1: Die Stabilität soll überwiegen.

Die Berührung der Hand wird so dosiert, dass sich die Lebensenergie im Gewebe verteilt und einen stabilen Zusammenhalt erzeugt.

 

Variante 2: Stabilität und Selbstordnung ins Körperlot soll stattfinden.

Im Körper darf der beschriebene Trampolineffekt stattfinden.

 

Der Druck wird solange ausgeübt bis er in den Füssen angekommen ist.

In der kleinen Pause nach der Anwendung haben sie vielleicht gesehen, dass eine kleine Bewegungswelle von den Füssen nach oben fließt und den Körper nach oben ins Lot bringt.

Dass diese feinen Bewegungen sehr wirksam sind, läßt sich leicht zeigen, indem ich sie im Verhältnis zu einem Widerstand weiterlaufen lasse.

 

Eine automatische Folge der Körperstabilisierung mit Ki ist, dass der Körper sich mehr aus der Mitte bewegt. Mit anderen Worten: der Körperstamm führt die Bewegung, Arme und Beine folgen. Dies ist eine Folge des bei sich seins. Es hat also günstige psychologische und körperliche Wirkungen.

In der ersten Zeit nach der Behandlung macht dies der Körper unbewusst. Wenn eine Erklärung des Phänomens erfolgt, kann es als Eigenanwendung nachvollzogen werden.

Weshalb ist das eine erstrebenswerte Vorgehensweise ?

Nun, effizientes Bewegen heißt weniger Gelenkverschleiß und bedeutet also eine langfristige Körperentlastung.

Wenn sich Therapeuten mit dieser Herangehensweise beschäftigen, hat es für sie den Vorteil, dass in der Therapie (gleich welcher Art) weniger Körperenergie für die eigene Körperfunktion verwendet werden muss. Die freie Energie kann dann für mehr Patienten verwendet werden.

Gleichzeitig wird die Therapie wirksamer werden, da sich die Qualität der Begegnung verändert.

Manuelle Therapien profitieren von der verbesserten Bewegungsaussteuerung.

Psychologische Therapien gewinnen an Effizienz, da die Begegnung besser gesteuert werden kann.

 

Die Körperstabilisierung mit Ki ruft interessante energetische Wirkungen hervor.

So tritt eine energetische Durchflutung in Sekundenschnelle ein.

Haben Sie schon mal ein Reh aufgeschreckt? Interessant ist diese sofortige Beschleunigung von 0 auf 100 . Dieser Effekt tritt auch bei der Körperstabilisierung mit Ki häufig auf, wenn man dieses Energiepotential in der Aktion nutzen möchte.

Warum ist das möglich? Einfach deshalb, weil der Körper in eine stimmige Ganzkörperkoordination gebracht wurde.

Spannkraft, Nervensystem und Muskeln sind im Einklang. Die energetische Batterie hat sich aufgeladen. Jetzt kanns losgehen

So eine Anwendung ist natürlich auch gut für Sportler geeignet um die Koordination auf den Punkt zu bringen.

Wenn man noch ein, zwei Prinzipien aus den inneren Kampfkünsten dazu nimmt, kann man auch schwere Gewichte leichter bewegen, ein Umstand, der im Alltag bei schwerer körperlicher Arbeit eine wesentliche Entlastung bedeutet.

Die meisten von Ihnen haben wahrscheinlich mit Computerarbeit und der Begegnung mit Menschen zu tun. Hier treten auch ungewollte Körperspannungen auf.

Das Spiel mit der Aufmerksamkeitssteuerung ist hier ebenfalls wirksam einzusetzen.

Wenn man in der Stadt unterwegs ist, lässt es sich gut üben. Die Aufmerksamkeit wird absorbiert von den Aktivitäten um die eigene Person  herum.

 

Wie wäre es wenn 5-10 Prozent der Aufmerksamkeit im eigenen Körper bliebe?

Fragen die uns dabei helfen sind: Wie fühlt sich der Boden an? Bin ich im Lot?

Ist die Bewegung flüssig?

 

Für Therapeuten ist diese Herangehensweise auch von Interesse, weil oft mit zu viel Druck gearbeitet wird. Bei mir hat das zur Entwicklung der Dorn-Methode ohne Druck geführt.

 

Festigkeit und Beweglichkeit sind ein scheinbarer Widerspruch. Beides ist jedoch notwendig und auch erreichbar für die Gesunderhaltung.

Hierdurch wird nicht Unbeweglichkeit erzeugt.

In Bezug auf Muskulatur und Bindegewebe ist der erwünschte Zustand als Spannkraft anzusprechen. Das ist etwas anderes als pure Muskelkraft.

Es wird eine zähe Elastizität erzeugt, die belastbar ist, aber auch schnelles Reagieren ermöglicht, - wie in den Kampfkünsten.

Wenn zuviel Muskelkraft da ist, kann das zu Unbeweglichkeit und Gelenkverschleiß führen. Insbesondere, wenn schon Beschwerden da sind, kann der Druck auf lädierte Strukturen zunehmen. Leichte Beweglichkeit sollte in der Therapiesitzung enthalten sein als  eine Kostprobe für die Eigenanwendung.

Häufig ist die Aufmerksamkeit und damit die Körperenergie zu sehr nach vorne gerichtet. Über die Augen werden die Informationen aufgenommen, die uns zur Tätigkeit anregen. Zum Ausgleich ist es sinnvoll, die Aufmerksamkeit nach hinten unten zu lenken.

Durch die Körperstabilisierung mit Ki wird die Aufmerksamkeit im Körper verteilt.

Es entsteht eine räumliche Körperwahrnehmung, zumindest für eine gewisse Zeit.

Das ist sehr wohltuend. Es entlastet die Augen und entspannt den Nacken.

Kopfdruck bedeutet: dort ist zuviel Energie zusammengeballt.

Durch die Behandlung auch Eigenbehandlung- wird die Energie im Körper verteilt und über die Fußsohlen in die Erde abgeleitet.

Oft wird bei häufig wiederkehrenden Bewegungen zu viel Muskelspannung in einem Körperbereich verwendet. In der Therapie wird geschaut, wie man die Aufgabe mit einer Ganzkörperbewegung löst.

Beispielsweise wird bei einer Drehbewegung der Körper verdreht statt dass die Füße sich mitbewegen oder sogar die Richtung angeben. So dreht sich der Körperstamm im Lot.

Körperbelastungen können so minimiert bzw. kompensiert werden.

 

Bei der Eigenanwendung erfolgt eine vielschichtige Sammlung. Es entsteht eine Zentrierung im Körper. Dadurch dass die Anwendung diagonal durch den Körper gebahnt wirkt, kommt ein besserer Bodenkontakt zustande.

Das ist sehr nützlich für die gesamte Körperstatik. Eine Stärkung der energetischen Längsbahnen und Nervenstränge erfolgt.

Alle Gewebeschichten im Körper werden angesprochen: Haut, Bindegewebe, Muskelschichten, Sehnen, Knochenhaut, Knochen, Gelenke.

Verschiedene Ausgangspositionen sind im Stehen möglich: paralleler Stand, die Füße leicht nach außen gedreht, beckenbreites Stehen, schulterbreites Stehen.

 

Jede Winkelveränderung hat eine spezielle Wirkung auf die Beckenstabilität.

Natürlich sind die Knie immer leicht gebeugt. So wird der untere Rücken entlastet.

Bewegungseinschränkungen werden berücksichtigt. Unangenehm und schmerzhaft soll es nicht sein. Negative Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten.

Festigkeit findet statt und eine fast unmerkliche Längungsbewegung der Wirbelsäule.

 

Es lohnt sich die Fähigkeit der Aufmerksamkeitssteuerung zu kultivieren und zu pflegen. Oft genug ist es so, dass die Aufmerksamkeit von dem Unangenehmen völlig absorbiert wird. Dann sind wir in der Reaktion und möglicherweise in der Angst.

In diesen bewegten Zeiten sollte man die Kraftquellen nützen, die unaufwändig verfügbar sind.        Die Aufmerksamkeitssteuerung ist hier ein sehr dienliches Instrument. So kann mehr Gelassenheit erreicht werden.

 

Ich bedanke mich für ihre Aufmerksamkeit.

 

Modifizierte Dornmethode ohne Druckaufwand - mit Ki
Eine Reise in unbekannte Zonen der Wirbelsäule
 
Zeitschrift für Naturheilkunde  6 / 2002   /   Organ der Union Deutscher Heilpraktiker e.V.

Rückenschmerzen sind so alt wie die Menschheit, für die moderne Sitzgesellschaft jedoch schlagen sie volkswirtschaftlich gesehen immer negativer zu Buche. Für den Einzelnen bedeuten sie Verlust an Lebensqualität. Auf dem Weg vom Vierfüßler zum Zweibeiner hat sich die Wirbelsäule vom harmonischen Rundbogen zur komplizierten S-Form entwickelt, die  den Anforderungen des Aufrechtganges gewachsen sein muß. Sie muß gleichzeitig Festigkeit aufweisen und flexibel  agieren können. Der Homo sapiens zahlt die Zeche dieser Entwicklung häufig mit Schmerzen im dorsalen Bereich, vorzugsweise in den beweglichen Abschnitten (Lenden-WS, Hals-WS).

 

Erster Schritt des Therapeuten ist die Schmerzlokalisation. Welche Art von Schmerzen empfindet der Patient an welcher Stelle der WS ? Wie tritt der  Schmerz auf : massív, stechend, ziehend, bohrend, reißend, ausstrahlend, dumpf, tiefgründig, tolerabel, akut, spontan, schubweise, passager, progressiv, chronisch, lokal begrenzt, u.s.w. ?

 

Manchmal ist es schwer, für den Patienten, ihn treffend zu beschreiben. Oft wird Schmerz subjektiv empfunden und kann nur mit Hilfe von Bildern wieder gegeben werden. Der Therapeut wird dann seinerseits aufgrund seiner Erfahrung diese Angaben  übersetzen und für eine möglichst differenzierte Diagnose und Therapie gleichermaßen nutzen. Die Beschwerdeursachen liegen häufig an anderer Stelle als vermutet. Der Schmerz signalisiert nur, daß etwas nicht stimmt, wie ein Ölanzeiger im Auto. Er fungiert als Frühwarnsystem.

 

Oft gibt es einen ganzen Komplex von schmerzsignalisierenden Punkten, offenkundige und auch verborgene, die nur diffus vom Patienten wahrgenommen werden, da es sehr schwierig für ihn ist, die dreidimensionalen Zusammenhänge der WS zu orten. Bildliche Darstellungen können beim Betrachten nur beschränkt Hilfestellung leisten wegen ihrer Zweidimensionalität. Aber selbst die dritte Dimension kann nicht die feinstoffliche Ebene wiedergeben.

 

Um Problemzonen abzuklären, heißt es, die körperräumliche Wahrnehmung beim Patienten zu fördern. Er lernt, seine Dysbalancen zu erkennen und sich auf der energetischen  Bewegungsebene  einzujustieren.

 

 

 Was versteht man unter Ki im Hinblick auf die Behandlung

                              der Wirbelsäule ?

 

Allgemein können wir  Ki  mit   Lebensenergie  umschreiben. Sie ist in jedem Menschen vorhanden, unsichtbar aber mehr oder minder fühlbar und ständig im Körper in Bewegung.

 

Ki hat  funktionelle, materielle und  immaterielle Qualitäten.

 

Ki stellt je nach Struktur und Funktion einen dem Menschen innewohnenden Ordnungs-, aber auch Bewegungsfaktor dar. Ki besitzt beispielsweise bei Bewegungsabläufen eine positive Ordnungsfunktion. Werden positiv geprägte Strukturen der WS verändert, ein vorher stabiles Netzwerk im Körper nicht neu zentriert, so reagiert die WS, -deren Aufgabe es ja ist, den Körper im Gleichgewicht zu halten und zu bewegen,- mit negativen Signalen. Wird der Ki-fluß irgenwo gebremst, entsteht ein Ki-stau, der wieder seinen Ausdruck findet in Schmerzen.

 

Nur ein schmerzfreier Rücken kann den Patienten entzücken . Hier setzt die energetische Arbeit des Therapeuten an. Nach dem Erkennen muß er sich zu dem Verstehen auf den verschiedensten Kommunikationsebenen in den Patienten einfühlen.

 

Durch individuelle Erfahrung kann man die Ki-Ebene im Menschen als eine feinstoffliche Grundsubstanz  begreifen. Diese Grundsubstanz prägt sich in energetischen Strukturen und Feldern aus. Es gibt eine nicht  sichtbare Entsprechung des Sichtbaren. Bei einer bestimmten Art des Einfühlungsvermögens und einer nachvollziehbaren Übungsweise ist diese Grundsubstanz formbar.

 

Durch Ki-übungen (s. Rückenschule mit Ki)  wird eine schnelle sicht- und spürbare Durchflutung des Körpers mit Energie erzielt.

 

Die WS ist bei jedem einzelnen Menschen von ausgeprägten Bewegungsmustern und ihrem Ki durchdrungen und geordnet, d.h. seiner individuellen Körperform angepaßt. Wird die gestörte Ordnungsfunktion des Ki durch bewußte Einflußnahme des Therapeuten in ein optimales Gleichgewicht gebracht, kann die WS wieder in ihre positive und funktionsgerechte Struktur zurück finden.

 

Wie eine solche energetische Behandlung im Einzelnen durchgeführt werden kann, habe ich bereits auf den Dornkongressen 1999 und 2001 theoretisch und praktisch erläutert (nachzulesen unter www.ruecken-info.de)

 

 

     Anwendung von Ki bei der Behandlung nach Dorn

 

Die von mir entwickelte Modifizierte Dornmethode mit Ki hat die gleichen therapeutischen Ziele wie die traditionelle Dornmethode kommt aber ohne Bein- und Armpendeln und ohne Druckaufwand aus. Auch hier findet  keine Lockerung und Überdehnung der Bänder, kein Ausleiern der kleinen Wirbelgelenke und kein Hinausgehen über den natürlichen Gelenkspielraum statt. Ohne Druck, ohne Schwung und ohne Gewicht, d.h. äußere Krafteinwirkungen führt der Therapeut die seitlich verschobenen oder verdrehten Wirbel mit gerichtetem Körpergefühl in deren angestammte natürliche Lage zurück.

 

Gerade bei besonders schmerzempfindlichen Personen mit gering belastbaren Wirbelsäulenstrukturen ist diese Methode zur Ordnung der WS von besonderem Interesse. Oft sind Krankheitssymptome chronifiziert (z.B. durch fehlende Kongruenz der Wirbelflächen, fortwährende Überkompression der Bandscheiben, Ischiasschmerz,.HWS-Syndrom, Skoliose, Kyphose, Lordose, etc.) und der Patient hat sich zur Schmerzvermeidung disharmonische Verhaltensmuster angewöhnt.

 

Nachdem  der Therapeut zunächst ordnend und lindernd auf die WS-Fehlstatik eingewirkt hat und, ohne Schmerzen hervor zu rufen, funktionale Blockaden im Bereich des Patienten-Ki gelöst hat, geht es darum, über die  symptomatische Therapie hinaus tiefer liegende Strukturen im physisch-unsichtbaren  Körperraum zu erreichen und auszutarieren und körpereigene Regelsysteme zu stärken. So wird das funktionale sichtbare Ergebnis dauerhaft erreichbar. Diese alternative Methode ist somit für die WS des Behandelten sanft und schonend, aber dennoch effektiv an den Wurzeln therapierend, für den Behandler darüber hinaus kräftesparend.

 

Sie setzt bei ihm jedoch eine auf innerer Kraft und innerer Ruhe basierende Körpererfahrung voraus. Von und mit Ki lernen, wachsen und reifen sind die unabdingbaren Voraussetzungen, um mit emotionaler Gelassenheit ungetrübte Konzentration auf physisch unsichtbare Körperräume lenken zu können.

 

Der Patient seinerseits macht mit Hilfe des Therapeuten Körpererfahrungen. Die im Austausch befindlichen Ki-Ströme zwischen Therapeut und Patient sensibilisieren ihn für die seither nur latent vorhandene Vorstellungsebene der autosuggestiven Entspannung. 

 

Ein aufgeklärter Patient ist leichter zu behandeln als ein unwissender, argwöhnischer und mit Skepsis beladener. Der Abschluß einer durchlittenen Schmerzkrise kann zum Ausgangspunkt  für einen Neubeginn besonderer Art werden: Er gewinnt Lebensqualität durch bewußten Einsatz seines Ki.

 

Er wird befähigt, die Signale der Schmerzrezeptoren zu deuten, eine scheinbar aussichtslose Situation zu durchschauen und selbst Einfluß zu nehmen auf sein Ki in vorher nicht bekannten Bahnen und Feldern. Im Idealfall lernt er, das Gefühl von Weichheit und Harmonie in den Alltag mit hinüber zu nehmen, konkret gesagt, die geordnete WS beizubehalten.

 

 

    Präventionstherapie bei latenten Rückenbeschwerden:

                       die Rückenschule mit Ki

 

 

Nur in einer geordneten Wirbelsäule kann Ki ungehindert fließen. Hierzu bedarf es der harmonischen Zusammenführung von Körper und Psyche. Senkrechtes Stehen ohne Hohlkreuz und Kippung des Kopfes stellt die optimale Ordnung der Gesamtstruktur der WS dar. Diese Körperstruktur ist dahingehend vom Therapeuten zu beeinflussen, dass er manuell Störfelder saniert, um ergonomisch optimale Bewegungsabläufe zu erzielen. Danach sollte das Gesamtbefinden des Patienten sich so weit gebessert haben, dass er sich möglichst schmerzfrei fühlt.

 

In der Rückenschule mit Ki wird nun die erstaunliche Erfahrung vermittelt, wie der Übende seinen Körper fast mühelos auch unter großer Belastung einsetzen kann.

 

Mühelos heißt in diesem Zusammenhang, optimale Wirkung erzielen mit sehr wenig Muskelanspannung und struktureller Belastung, d.h. Gelenkschonung und verschleißarmes Bewegen durch Einsatz des geordneten Körperraumes  und der    Ki-Ebene.

 

 

Mit Hilfe eines geleiteten  Mentaltrainings wird die Muskulatur entspannt. Rückenschule mit Ki bedeutet nicht Muskelaufbau oder training.

Es handelt sich vielmehr um ein integratives Gesamtkonzept das zum geordneten und effizienten Körpereinsatz führt.

 

Hierbei wird beim Patienten die Körperwahrnehmung geschult, der Körper als Körperraum bewusst gemacht, Koordinationsfähigkeiten ausgelotet, die Körpermitte gezielt gesucht.

 

Damit hat der Patient die Möglichkeit am Heilungserfolg selbst mitzuwirken und ihn zu stabilisieren. Ein neuer Umgang mit körperlichen Belastungen entlastet seinen Körper nun auf Dauer.

 

Ki-Übungen und Rückenschule mit Ki sind ein wichtiger Bestandteil der                                            Dorn mit Ki Seminare.